Charlotte Olympia Dellal wollte die Tatsache aus der Welt schaffen, dass die meisten Schuhdesigner männlich sind.

Die Fashiondesignerin, die ihr gleichnamiges Label Charlotte Olympia seit 2008 führt, fand immer, dass Frauen Stilettos designen sollten – aus einem ganz einfachen Grund. Der ‚Vogue UK‘ erklärt die Modeschöpferin: „Männer waren immer die Könige der Schuhe und ich dachte immer, dass es die Frauen sein sollten, da wir ja auch die Absätze tragen.“



Doch seit die 36-Jährige ihre kreative Karriere startete, habe sich einiges in der Modewelt geändert: „Im Bereich Fashion hat sich die weibliche Entwicklung sehr gesteigert. Heutzutage, wenn man nach meinen Lieblingsdesignern fragt, kommen mir ohne Vorsatz folgende Namen in den Kopf: Miuccia Prada, Isa Arfen, Emilia Wickstead, Roksanda… Mittlerweile gibt es viele führende Designerinnen. Bevor ich anfing, gab es kaum neue Schuhdesigner. Es waren wirklich nur Nicholas Kirkwood und ich – und dann fingen viele Leute an, Accessoire-Design zu studieren, was sie wirklich tun sollten.“



Was die Labelgründerin aber schmerzhaft lernen musste, war, auch mal das Ruder abzugeben. Über den Aufbau der Firma berichtet sie: „Ich versuche, das Gelernte aus jeder Saison mit in die nächste zu nehmen. Und ich musste lernen, Sachen zu übertragen. Man muss kein Geschäft aufbauen, wenn man das nicht tut. Aber ich lasse nie 100 Prozent aus der Hand. Wenn es dein eigenes Baby ist, dann gibt es niemanden, der sich genauso viele Sorgen macht. […] Was mich auch richtig nervt, sind vermeidbare Fehler. Natürlich sind das Unebenheiten auf dem Weg und man lebt und lernt und lacht danach. Sowas war nie das Ende der Welt, weil es am Ende des Tages eben nur Schuhe sind. Wenn Dinge wirklich schiefgehen, bin ich eigentlich immer sehr ruhig.“